1. Ein kleiner Auszug aus der Geschichte der KARASTO Armaturenfabrik Oehler GmbH, Fellbach
- Die Geschichte der GEKA-Schnellkupplung
Der Name KARASTO ist mit dem Begriff Wasserschlauch-Armaturen eng verbunden. KARASTO wurde 1928 in Stuttgart-Gablenberg von Herrn Julius Oehler gegründet. Schon relativ früh in der Geschichte unseres Hauses, im Jahr 1931, wurde die GEKA-Schnellkupplung von Herrn Oehler entwickelt. Er hatte die Idee, die Giersberg-Feuerlöschkupplung (um die Jahrhundertwende die Vorgängerin der heutigen Storzkupplung) durch eine entsprechende Verkleinerung und Modifizierung für konventionelle Wasserschläuche einsetzbar zu machen. Das Markenzeichen "GEKA" leitet sich von dem Firmennamen Giersberg = GE und KARASTO = KA ab. 1932 wurde für die GEKA-Schnellkupplung das Patent erteilt. Mit der Entwicklung der GEKA-Schnellkupplung wurde der Grundstein für ein mehr denn je erfolgreiches Schlauchschnellverbindungssystem gelegt. Mit der Weiterentwicklung der GEKA-Schnellkupplung zur GEKA plus Schnellkupplung erfuhr dieses geniale System 1999 eine 100%ige Verbesserung seiner technischen Daten.
Das Fertigungsprogramm Anfang der 30er Jahre war schon sehr umfangreich und viele Artikelgruppen sind, teilweise abgewandelt, auch in unserem heutigen Programm zu finden. Neben den Wasserschlauch-Armaturen wurden Pressluft-Armaturen, Gasschweiß-Armaturen und Verstäuberdüsen gefertigt. Für eine Armaturen-Fabrik untypisch waren auch Verbindungsteile aus Spezialbronze und Kupfer für elektrische Freiluftleitungen in unserem Programm zu finden. In den 30er Jahren wurden auch die ersten Verbindungen zu Händlern geknüpft und, darauf sind wir stolz, viele gehören noch heute zu unserem aktiven Kundenstamm. Das anfänglich kleine Unternehmen entwickelte sich ständig weiter und 1951 erfolgte der Umzug nach Fellbach in das neu geschaffene Fabrikations- und Verwaltungsgebäude. Über die Jahre hinweg wurde das Lieferprogramm durch neue Artikel sinnvoll ergänzt, das bereits bestehende Programm wurde ausgebaut.
Das KARASTO-Armaturenprogramm in seiner heutigen Ausprägung deckt einen weiten Bereich des Armaturenbedarfes unterschiedlicher Branchen ab.
Durch verstärkte Entwicklungstätigkeiten im Hause KARASTO entstand 1997 das Luftbefeuchtungssystem DVS. Dieses geniale System kann zur Regulierung und Konstanthaltung der Luftfeuchtigkeit in vielen Bereichen eingesetzt werden. Im Jahre 2001 wurde ein Zentraldosiersystem zur Versorgung von bis zu 12 Abnahmestellen mit unterschiedlichen Flüssigkeitsmengen entwickelt. Alle Systeme sind Vertreter neuer Produktlinien die sich parallel zum bekannten Armaturenprogramm weiterentwickeln werden und sind in die neue Sparte Klimatechnik eingruppiert. 2003 feierte KARASTO sein 75 jähriges Jubiläum.
2. Wasserschlauch-Armaturen
Es soll im Folgenden ein grober Überblick über Wasserschlauch-Armaturen vermittelt werden. Diese Abhandlung kann deswegen nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erheben.
Wasserschlauch-Armaturen werden zum Anschluss von Schläuchen an Aggregate, zum Verbinden von Schläuchen untereinander, zum Verbinden von Schlauch- und Rohrleitungen und zur Wasser- und Strahlregulierung eingesetzt. Gängige Werkstoffe für Wasserschlauch-Armaturen sind heutzutage Messing und Kunststoffe. Bei Wasserschlauch-Armaturen mit Gewinden handelt es sich um Rohrgewinde für nicht im Gewinde dichtende Verbindungen. Es kommt deswegen die DIN ISO 228, Teil 1, (Whitworth-Rohrgewinde) zur Anwendung. Die Wasserschlauch-Armaturen bei KARASTO sind alle flachdichtend. Flachdichtende Außengewinde weisen am Gewindeanfang eine Planfläche auf, die in Verbindung mit dem Flachdichtungsring des Mutterteils zum Dichten benützt wird. Mutterteile haben am Ende der Tülle einen Hinterstich, der zur Aufnahme eines Flachdichtringes dient.
Zur vollständigen Charakterisierung einer Wasserschlauch-Armatur gehören neben der Angabe der Gewindegröße auch die Angabe über die Nennweite NW (freier Durchgang/Innendurchmesser) sowie die Schlauch-Lichtweite l.W. (Innendurchmesser des Schlauches).
Beim Montieren von Wasserschläuchen mit Wasserschlauch-Armaturen wird der Wasserschlauch über die Tülle der Wasserschlauch-Armatur geschoben. Die Länge der Tülle sowie das Tüllenprofil (Rippenmarkierungen) verleihen dem Schlauch einen gewissen Halt. Es ist zu beachten, daß die Tüllenrippen nicht zu scharfkantig sind, um die Schlauchseele nicht zu verletzen. Der Halt des Schlauches wird übrigens beim KARASTO-Tüllenprofil durch eine erhöhte Endrippe noch verbessert. Ein sicherer Halt des Schlauches kann allerdings nur durch Schlauchschellen erzielt werden. (Siehe hierzu Punkt 2.19.)
Die folgende Seite gibt unterschiedliche Armaturen-Kombinationsmöglichkeiten wieder: (klicken Sie auf die Abbildung, um diese in voller Größe darzustellen)

2.1. GEKA plus-Schnellkupplungen
1932 |
1999 |
Wie bereits ausgeführt, geht die GEKA plus-Schnellkupplung aus der Giersberg-Feuerlöschkupplung hervor. Die Idee war, Wasserschläuche in unterschiedlichen Abmessungen und Qualitäten schnell und sicher miteinander zu verbinden.
Wichtig war und ist, dass dazu, wie früher üblich, keine Mutter- und Vaterteile benötigt werden. Bei allen GEKA-Schnellkupplungen wie Schlauchstücken, Innengewindestücken und Außengewindestücken, ist deswegen der Kupplungskopf mit seinen Klauen (Klauenabstand 40 mm) und seinen schräg verlaufenden Kuppelleisten gleich.
GEKA-Kupplungen sind lieferbar in Messing warmgepresst, Messing verchromt, Kunststoff (Polyamid glasfaserverstärkt), Leichtmetall (Aluminium warmgepresst) und Edelstahl (V4A, Wachsausschmelzverfahren). Der integrierte Hochleistungs-Formdichtring wird serienmäßig in Perbunan geliefert. Für besondere Einsatzzwecke ist er auch in Naturkautschuk, EPDM und Viton lieferbar. Konstruktion und Material spielen bei der Dichtung eine sehr wichtige Rolle. GEKA plus-Schnellkupplungen verbinden Wasserschläuche von G 3/8" (10 mm l.W.) bis G 1 1/2" (38 mm l.W.). Bei Gewindestücken sind alle Gewindegrößen von G 1/4" (Innen- und Außengewinde) bis G 1 1/2" (Innen- und Außengewinde) lieferbar. Des Weiteren gibt es zum Verschließen eine Blindkupplung. GEKA plus-Schnellkupplungen werden zum Verbinden von Wasserschläuchen untereinander, zum Anschließen von Schläuchen an Aggregate und zum Anschließen an Rohre und Ventile in der Industrie, Bau- und Landwirtschaft, im Gartenbau sowie im privaten Haushalt eingesetzt.
Gegenüber den Kopien von GEKA-Schnellkupplungen weisen GEKA plus-Schnellkupplungen den doppelten Betriebsdruck und eine wesentliche Besserung im Unterdruckbereich auf.
2.1.1 GEKA plus-Schnellkupplungen für Trinkwasser
Am 1. Januar 2003 ist in Deutschland die neue Trinkwasserverordnung (TrinkwV) in Kraft getreten. Diese novellierte Fassung der TrinkwV bezieht Komponenten der Wasserinstallation wie Rohre, Fittings und Armaturen verstärkt in Betrachtung.
Im Zuge der neuen TrinkwV wurde auch eine neue DIN-Norm erlassen, die DIN 50930/6. Diese Norm gibt Aufschluss über die verschärften Bestimmungen beim Einsatz metallischer Werkstoffe die mit Trinkwasser in Verbindung kommen. Die erlaubten Höchstwerte bei Messinglegierungen wurden dabei zum Teil erheblich reduziert, zum Beispiel Blei (Pb) und Arsen (As).
Die von uns verwendeten Messing-Legierungen für unsere GEKA plus-Schnellkupplungen entsprechen schon heute dem Standart der DIN 50930/6 und bieten daher maximale Sicherheit im Bereich von Trinkwasserinstallationen.
Kunststoffe und Gummiteile müssen die KTW- und DVGW W 270 Anforderungen erfüllen.
Seit dem 16.12.2002 liegt das Prüfergebnis des TZW Karlsruhe vor. Entsprechend dem Untersuchungsergebnis entsprechen unsere Dichtungen 300D den Anforderungen der KTW-Empfehlungen im Bereich Dichtungen D2.
Mit Schreiben vom 13.02.2004 wurden wir vom TZW Karlsruhe über die Prüfergebnisse nach dem DVGW Arbeitsblatt W 270 für unsere Formdichtringe 300D informiert.
Eine Bewertung der Ergebnisse für die Bereiche D1 und D2 (nach KTW-Empfehlung) kann derzeit nicht erfolgen, da die vorläufigen Bewertungsgrundlagen nach dem DVGW-Arbeitsblatt W 270 gemäß einem offiziellen Schreiben der DVGW-Hauptgeschäftsführung vom 12.06.2003 für die Bereiche D1 und D2 ausgesetzt sind.
Sofern Untersuchungsergebnisse nach W 270 im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens benötigt werden, ist der uns vorliegende Untersuchungsbericht für den Einsatzbereich Dichtungen ausreichend.
2.1.2 GEKA Xplus-Schnellkupplungen
GEKA Xplus-Schnellkupplungen stellen eine Kombination von Hülsenverschraubungen mit GEKA plus-Schnellkupplungen dar.
Für die professionelle Schlauchkonfektionierung also die preiswerte Alternative zur Presshülsen-Einbindung. Einfache Montage ohne teures Einpresswerkzeug (Schraubenschlüssel genügt).
Beim Einbinden wird eine absolut einwandfreie und feste Verbindung von Schlauch und Armatur erreicht. Die Art der Einbindung schützt vor Schmutznestern zwischen Schlauchseele und Schlauchstutzen. Es kann keine Totraumbildung entstehen, und es wird ein optimaler Sicherheits- und Hygienestandard erreicht. GEKA Xplus-Schnellkupplungen sind deswegen für den Einsatz von Schlauchleitungen die der Trinkwasserverordnung entsprechen müssen, hervorragend geeignet.
2.2. GEKA 2000-Schlauch- und Gewindestücke
Original GEKA 2000 Schnellkupplungen stellen eine sinnvolle Erweiterung und technische Weiterentwicklung innerhalb der GEKA Familie dar. Die 360° axiale Drehbarkeit der Schlauchtüllen und Gewindeanschlüsse bietet viele Vorteile für den täglichen Einsatz. Verhinderung von lästigem Schlauchdrall. Optimale Schlauchschonung und -sicherheit. Kein bewegungsbedingter gefährlicher Schlauchknick.
2.3. GEKA-Saug- und Hochdruck-Schraubkupplungen
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GEKA-Schnellkupplungen können konstruktionsbedingt nur in bestimmten Druckbereichen eingesetzt werden. Für höhere Drücke, wie sie zum Beispiel bei Pump- und Druckaggregaten auftreten, wurde deswegen bereits Anfang der 60er Jahre eine Weiterentwicklung notwendig. Bei GEKA-Saug- und Hochdruck-Schraubkupplungen wird die Tülle samt Dichtung im Kupplungskopf geführt und kann mit einem Verschraubring mit der Gegenseite, Dichtung gegen Dichtung, verschraubt werden. Durch das beschriebene Konstruktionsprinzip können Druckbeständigkeiten bis ca. 80 bar erreicht werden. Auch bei Saug- und Hochdruck-Schraubkupplungen sind Wasserschläuche in unterschiedlichen Abmessungen und Qualitäten schnell miteinander kuppelbar. Alle GEKA-Saug- und Hochdruck-Schraubkupplungen sind sowohl untereinander als auch mit GEKA-Schnellkupplungen kombinierbar. Saug- und Hochdruck-Schraubkupplungen werden aus Messing Warmpressteilen und Messing Drehteilen hergestellt. Für die Kunststoff-Ausführung, die unter anderem auch für Atemschutzgeräte eingesetzt wird, kommt Polyoxymethylen sowie Niederdruck-Polyethylen zum Einsatz. Die Dichtringe, die serienmäßig aus Perbunan hergestellt werden, können anwendungsbezogen auch aus Naturkautschuk und Viton geliefert werden. Zum Erzielen der notwendigen Druckbeständigkeit wird der Dichtungsring mit einem innenliegenden Messing-Haltering stabilisiert. GEKA-Saug- und Hochdruck-Schraubkupplungen aus Messing sind lieferbar für Wasserschläuche von 1/2" (13 mm l.W.) bis 1 1/4" (32 mm l.W.) sowie mit Außengewinde (für Gewinde G 3/4" und Gewinde G 1"). Bei Kunststoff-Saugkupplungen beschränkt sich das Programm auf Schlauchstücke 3/4" (19 mm l.W.) und 1" (25 mm l.W.) sowie auf das Außengewindestück G 3/4". Saug- und Hochdruck-Schraubkupplungen werden für Wasser-, Saug- und Hochdruckschläuche, Druck- und Pumpaggregate in der Industrie, Bau- und Landwirtschaft, im Gartenbau sowie in privaten Haushalten eingesetzt.
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